06.10.2021 / News

Projekt »BeaT – Berufliche Bildung erneuern für die automobile Transformation« gestartet

von 06.10.2021 - Fraunhofer IKTS / PG

Die Automobilbranche befindet sich durch die Einführung von Digitalisierung und E-Mobility in einem beispiellosen Transformationsprozess. Damit ändern sich auch die Anforderungen an die Berufsbilder der Branche. Das Projekt "BeaT" analysiert unter Mitwirkung des at diese Veränderungen und macht Vorschläge für moderne, innovative Weiterbildungsangebote.

Aus- und Weiterbildung in der Automobilbranche – E-Mobility stellt neue Anforderungen an die berufliche Qualifizierung

Die Automobilbranche befindet sich in einem beispiellosem Transformationsprozess: die Etablierung von Elektromobilität parallel zur fortschreitenden Digitalisierung und der Einführung von Industrie 4.0-Technologien verändern den Industriezweig nachhaltig. Mit der Branche wandeln sich auch die Anforderungen an die Berufe, die hier zum Einsatz kommen. Im Projekt »BeaT – Berufliche Bildung erneuern für die automobile Transformation«, gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, untersucht das Konsortium, welche neuen Qualifikationsanforderungen der Wandel im Automobilsektor mit sich bringt und wie diese Anforderungen in modernen Aus- und Weiterbildungsangeboten bedient werden können. Verbundpartner sind neben dem at das Institut für Soziologie und das Servicezentrum Forschung und Transfer der Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie das Fraunhofer IKTS, die die Konsortialführerschaft übernehmen.
»Für den at ist das Projekt "BeaT" eine großartige Chance zielgerichtete Qualifizierungsprogramme für unser Netzwerk zu erarbeiten und unsere at academy um weitere spezifische Seminare und Qualifikationsmaßnahmen zu ergänzen«, erläutert der Innovationsmanager des at Dr. Philipp Grunden. »Im Zuge der Ansiedlung der ersten deutschen Auto-Batteriefabrik in Thüringen möchten wir mit einer empirischen Studie gezielt Qualifizierungsbedarfe von Kunden und Zulieferern identifizieren«, erklärt Projektkoordinatorin Dr. Stefanie Seitz aus der Abteilung Systemintegration und Technologietransfer des Fraunhofer IKTS. Neben der Bedarfsanalyse auf Seiten der Unternehmen ist der Austausch mit Qualifizierungsträgern und Branchenvertretern, Verbänden der Arbeitgeber und Gewerkschaften sowie politischen Entscheidungsträgern zentral im Projekt, um die Erkenntnisse für die automobile Berufsbildung der Zukunft bekannt zu machen und zu diskutieren.
Als Teil des Projektes soll zudem ein prototypisches Weiterbildungsangebot für den Bereich der E-Mobilität in Thüringen entwickelt und angeboten werden, das innovative Lernformate wie »blended learning« und eine integrierte Lernplattform einsetzt. »Um diese zu erproben, werden wir eng mit unseren Praxispartnern aus der Industrie, der Hirschvogel Aluminium GmbH und der Contemporary Amperex Technology Thuringia GmbH, zusammenarbeiten«, erklärt Seitz. Ziel ist es, die Aus- und Weiterbildungsangebote bedarfsgerecht weiterzuentwickeln, zu skalieren und in der Qualifikationslandschaft Thüringens sowie perspektivisch überregional und branchenübergreifend zu verankern.

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