15.12.2022 / News

Mercedes-Motorenwerk soll Batteriefabrik werden - Skepsis bei Gewerkschaft mit Statement des at

von MDR Thüringen Journal, 14.12.2022
Bisher zwölf Millionen Motoren verließen nach Unternehmensangaben seit 2003 das Werk in Kölleda. Bildrechte: dpa

Der Geschäftsführer von automotive thüringen, Rico Chmelik, dazu: „Mit der heute veröffentlichten Meldung über die Zukunft des Kölledaer Motorenwerks hin zur Batteriefertigung wird ein weiteres leistungsfähiges Kapitel in der Thüringer Zulieferindustrie aufgeschlagen. Thüringen hat damit die Chance zu einem E-Valley zu werden. Durch Neuansiedlungen und bereits getroffene Investitions-Entscheidungen sind sehr gute Voraussetzungen für einen Wachstumskern Elektromobilität gegeben, sei es durch die Batteriezellfertigung bei CATL, neue Batteriemanagementsysteme von Marquardt, dem BITC des Fraunhofer IKTS oder der Investition von Bosch Eisenach für den Ausbau der 48V-Technologie für Hybridfahrzeuge. Rund um diese Leuchttürme, so auch in Kölleda, können weitere Wertschöpfungen angedockt werden im Bereich von Elektromotoren, Batteriemodulen und -komponenten, aber auch in der Leistungselektronik und im großen Feld des Recyclings. Die mit der Second Life Nutzung von Batterien verbundenen Chancen für neue Wertschöpfung bieten zudem ein Szenario, das Mut macht, insbesondere für die Region Mittel- und Westthüringen.“ Chmelik weiter: „Zudem empfiehlt es sich, die Region Thüringen durch das Zukunftsfeld Elektromobilität in den Verbund des vom Bund geplanten Deutschen Zentrums Mobilität der Zukunft einzubinden. Mithilfe der Industrie- und Forschungspartner ließe sich hier mit Thüringer Kompetenzen ein Wertschöpfungsnetzwerk Elektromobilität entwickeln, mit dem Ziel nicht nur der Fertigung von Batteriezellen in Deutschland, sondern auch des Aufbaus integrierter Wertschöpfungsnetzwerke zur Elektromobilität.“

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